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Das 1. Vierteljahrhundert 1929-1954

Die Gründung durch Adolf Schmidthammer Anfang 1929 - mitten in der Weltwirtschaftskrise, kurz nach der Inflation - war mehr als ein Wagnis. Durch unermüdlichen Fleiß und hervorragendes Fachwissen gelang es ihm, vom Ein-Mann-Betrieb ausgehend, erste Kunden zu gewinnen.
Die in den USA erworbenen Kenntnisse der Herstellung von Kupfer-Graphit- und Bronze-Graphitkohlen über das Kristallwachstum von Kupfer, ohne die lästigen Störungen durch Bindemittel, unter gleichzeitiger Anwendung von Druck und Wärme, stießen auf großes Interesse. Weitere Vorteile waren bei einzeln gepressten Metallkohlen das Miteinpressen von Kabeln, Stiften, Bolzen, Schrauben, Abhebehaken und Gewindebüchsen, soweit dies mit der Form der Kohle in Einklang zu bringen war. Die Belastbarkeit dieser speziellen Kupfer-Graphitkohlen mit eingepressten Anschlüssen war insbesondere bei Niederspannungsmaschinen und Großumformern wesentlich höher. Auch die Dichte des Materials konnte mit dem entwickelten Heißpressverfahren in weiten Grenzen variiert werden. Die reichen Erfahrungen einzeln gepresster Metallkohlen mit eingesinterten Kabeln wurden in der Folgezeit mit dem Kaltpressverfahren bis zum heutigen Tag mit großem Erfolg fortgesetzt.

In den ersten Jahren, von 1929 bis 1932, gelang es trotz der weltweiten Depression, insbesondere die Halbmaterialien Kupfer-, Graphit- und Bronzeplatten an sogenannte Schneidereien im In- und Ausland zu vertreiben.

Die Fertigung begann in gemieteten Räumen in Schwabach in der Nördlichen Ringstraße 34. 1934 wurde dann eine stillgelegte Brauerei mit 35 m hohem Kamin in der Nördlichen Ringstraße 32 erworben und umgebaut. Der Einbau von zwei Kassettentieföfen und einem elektrischen Ofen erlaubte nunmehr die Fertigung der gesamten Palette: Kohlebürsten, Kontaktkohlen etc., sowie deren Halbmaterial Platten. Der Kundenkreis wurde von Jahr zu Jahr umfangreicher, und die Belegschaft war zwischenzeitlich auf 32 Personen angewachsen.

1939 wurde bereits sichtbar, dass in den kommenden Jahren eine Kunstkohlen-Fertigung größeren Ausmaßes inmitten des Schwabacher Wohngebietes auf die Dauer untragbar werden würde. So erwarb man ein Grundstück von 10.000 qm im Industriegelände der Stadt. Der Beginn des Zweiten Weltkrieges verhinderte weitere Schritte in dieser Richtung, weshalb 1941 zunächst noch Rückgebäude erworben und umgebaut wurden. Die Belegschaft wuchs nun auf 63 Personen an und erreichte bis Anfang 1945 eine Mitarbeiterzahl von 130.

Die Nachkriegszeit brachte die vorübergehende Schließung des Betriebes und erhebliche Schwierigkeiten, die sich bis 1948, dem Jahr der Währungsreform, hinzogen. Die wieder geordnete Währungsplattform begünstigte den weiteren Aufbau, an dem sich alle Mitarbeiter und das Management mit Elan beteiligten.

Aus dem seit der Gründung verwendeten Firmenzeichen OMEGA wurde der Markenname MEGA geschaffen und eingetragen. Durch neue Kundenkreise - vor allem in Europa und Übersee - musste in den frühen 50er Jahren die Fertigungskapazität laufend vergrößert werden, und die Marke MEGA wurde weltweit ein Begriff.

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