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Das 2. Vierteljahrhundert 1955-1979

Die bisher in der Form einer Einzelunternehmung geführte Firma "Kohlebürstenfabrik Adolf Schmidthammer Schwabach" wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1955 in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Als persönlich haftende Gesellschafter wurden die Herren Adolf und Ralph Schmidthammer sowie als Kommanditistin Frau Mina Schmidthammer bestellt.
Durch steigenden Bedarf an Kohlebürsten, besonders in der Auto- und Elektroindustrie, musste die Fertigung laufend vergrößert werden. Erweiterungen in dem bisherigen Domizil waren nicht mehr möglich, und es ergab sich 1958/59, das im Industriegelände liegende Grundstück um weitere 12.000 qm zu erweitern und bereits bestehende Gebäude mit Ofenhaus und 40 m hohem Kamin zu übernehmen.

Anfang 1959 war es dann soweit, mit dem Bau der neuen Fabrik in der Walpersdorfer Straße 33-39 zu beginnen. Die Rohkohle-Abteilung mit 1.200 qm Arbeitsfläche wurde über acht ebenerdige Hallenräume verteilt, wobei Entlüftung und Fertigungsablauf den modernsten Gesichtspunkten entsprachen. In den übrigen Hallenräumen wurden ein moderner Werkzeugbau, Schlosserei, Elektroabteilung mit Prüffeld und Lagerräume untergebracht. Das Ofenhaus wurde nach und nach mit 5 Einzelkassetten-Tieföfen und einem elektrischen Ofen bestückt, die den Umlauf der Rohkohle wesentlich schneller erlaubten als das Ringofensystem. Im getrennten Hauptgebäude mit 4 Etagen wurden die Kohleschneiderei, die Bohrerei mit Galvanik und die Montageabteilungen "Industrie und Auto" modern eingerichtet. Verwaltung und Versand im Erdgeschoß erlaubten es, kurzen Lieferfristen - einem Gebot der Zeit - Rechnung zu tragen. Besonders der Export in Über 70 Länder erforderte immer breitere Fertigung, wobei die Belegschaft auf über 150 Mitarbeiter anwuchs.

Am 1. 1. 1963 trat Klaus Schmidthammer als Kommanditist in die Firma ein. Am 1. 1. 1973 schied Adolf Schmidthammer als Komplementär aus; er trat gleichzeitig als Kommanditist, Dipl.-Ing. Klaus Schmidthammer als Komplementär in die Firma ein.

Im Jahr 1968 wurde eine Kohleschneiderei in Wien - die Firma Heinrich Brandl & Sohn - übernommen und ausgebaut. 1975 erfolgte die Beteiligung an der Firma M. Krug S/A in Cachoeirinha/Brasilien, um am Bedarf des südamerikanischen Kontinents teilzuhaben.

In den 70er Jahren wurde auch der Vertrieb der Keystone-Produkte aus den USA für Europa übernommen. Vor allem für Thermistoren, Sinterteile sowie auch spezielle Kohlebürsten wurden namhafte Abnehmer interessiert.

Im Jubiläumsjahr 1979 wurde eine Betriebsaufspaltung vorgenommen. Neben der KG wurde eine Herstellungs- und Vertriebs-Gesellschaft SCHMIDTHAMMER ELEKTROKOHLE GMBH gegründet, die von den Geschäftsführern Ralph Schmidthammer und Dipl.-Ing. Klaus Schmidthammer geleitet wird.

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